Stadtmusik Stockach

Carmina Burana Stadtharmonie Winterthur-Töss , Sinfonisches Blasorchester Stockach, Chor alpha-cappella Jahnhalle Stockach, Stockach am 04.11.18

Sonntag 04.11.18
Einlass: 16:00, Beginn: 17:00
Jahnhalle Stockach, Jahnweg 1, 78333 Stockach

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Informationen

Die "Carmina Burana" von Carl Orff wird aufgeführt.

Das Werk

Die Carmina Burana ist eine der bedeutendsten Sammlungen weltlicher, in lateinischer Sprache verfasster mittelalterlicher Lieder. In Auftrag gegeben wurde die Sammlung vermutlich um 1230 von den Augustinerchorherren. Danach wurde die Carmina Burana über mehrere Jahrhunderte nahezu unentdeckt im Kloster Benediktbeuren aufbewahrt, woher auch der Name, in etwa “Beurer Lieder”, herrührt. Mit der Aufhebung des Klosters 1803 wurde die Sammlung in die Bayrischen Staatsbibliothek in München überführt und deren Texte bei der Öffentlichkeit in Erinnerung gerufen. Etwa 60 % der Texte sind ausschliesslich durch die Carmina Burana überliefert; von den überlieferten Melodien konnten rund 50 rekonstruiert werden. Abgesehen von Marner und Walter von Chatillon sind keine Autoren genannt, doch stammen die Texte, Dichtungen und Lieder u.A. von Hugo von Orléans, Petrus von Blois, Philipp dem Kanzler, Reinmar dem Alten, Walther von der Vogelweide und Archipoeta. Die Carmina Burana ist in vier Grossgruppen strukturiert, moralisch-satirische Dichtungen (CB 1-55), Liebeslieder (CB 56-186), Trink- und Spiellieder (CB 187-226) sowie einige längere geistliche Theaterstücke (CB 227-228). Die Texte sind gelegentlich verderbt und im Laufe der Zeit umgestaltet bzw. ergänzt worden. 1937 hat der Musiker, Komponist und Musikpädagoge Carl Orff (1895 - 1982) seine gleichnamige szenische Kantate “Carmina Burana” veröffentlicht. Das Werk gehört auch heute noch zu den meist aufgeführten Chorwerken und ist der erste Teil von Orffs Triptychon “Trionfi”, wobei die beiden anderen Werke, “Catulli Carmina” und “Trionfo di Afrodite”, nie die Bekanntheit der “Carmina Burana” erlangt haben. In seinem musikalischen Werk verarbeitet der Komponist zum Teil recht frei insgesamt 24 Texte aus der historischen Carmina Burana zu mehreren weltlichen Themen wie der Flüchtigkeit des Lebens, die Wechselhaftigkeit von Wohlstand und Glück und den Gefahren von Völlerei, Wollust und Glücksspiel. Die Musik selbst ist eine völlige Neukomposition und lehnt sich nicht an die überlieferten Melodien der historische Carmina Burana an; diese wurden mehrheitlich erst nach 1937 rekonstruiert. Orff nutzt dabei bekannte mittelalterliche musikalische Elemente wie die Kirchentonarten oder die Bordunbegleitung. Eingerahmt wird das Werk von einem mächtigen Chor zu Ehren der römischen Schicksalsgöttin Fortuna. Der vollständige Titel von Orffs Werk lautet „Carmina Burana: Cantiones profanæ cantoribus et choris cantandæ comitantibus instrumentis atque imaginibus magicis“ (Beurer Lieder: Weltliche Gesänge für Sänger und Chöre, begleitet von Instrumenten und magischen Bildern).

Komponist

Carl Orff (1895 - 1982) war Kapellmeister an den Münchner Kammerspielen, in Mannheim sowie Darmstadt. Von 1930 bis 1933 war er Dirigent des Münchner Bachvereins, 1950 bis 1960 Leiter einer Meisterklasse für Komposition an der Münchner Musikhochschule sowie ab 1961 Gesamtleiter des neu gegründeten und nach ihm benannten Orff-Instituts am Mozarteum in Salzburg. In besonderer Erinnerung ist Carl Orff aber wegen seinem Beitrag zur Musikpädagogik. Bereits 1924 war er Mitbegründer der sogenannten “Güntherschule”, die eine neuartige Verbindung aus Musik und Bewegung anstrebte. Von internationaler Bedeutung ist das sogenannte “Orff-Schulwerk”. Das schulpädagogische Konzept setzt auf die Einheit von Sprache, Musik und Bewegung. Aus Bordun, Ostinato und Wiederholungen entwickeln sich zusammen mit viel kindlicher Fantasie für Improvisation ganze Stücke. Zur Umsetzung seiner musikpädagogischen Gedanken hat er zusammen mit dem Klavierbauer Karl Mändler das heute nach ihm benannte Orff-Instrumentarium (Stabspiele und kleines Schlagwerk) entwickelt. Als Komponist erhielt Orff Anregungen von Weggefährten wie Claude Debussy, Arnold Schönberg und Igor Stravinsky. Sein bekanntestes Werk ist die 1937 veröffentliche szenische Kantate “Carmina Burana”.

Orchesterleitung & Musikalische Gesamtleitung

Helmut Hubov studierte Trompete am Kunstlyzeum im rumänischen Arad sowie Dirigieren an der Bundesakademie in Trossingen. Es folgten ein Studium im Fach Blasorchesterdirektion bei Hans-Peter Blaser an der Musikhochschule Zürich sowie weiterführende Studien in den Fächern Trompete, Komposition und Kapellmeister. Helmut Hubov ist in verschiedenen Funktionen als Musiker, Lehrer und Dirigent tätig bzw. tätig gewesen. So war er unter Anderem Mitglied der rumänischen Staatsphilharmonie Arad, während sechs Jahren Musikdirektor und Dirigent der Stadtjugendmusik Zürich, sowie von 1996 bis 2000 musikalischer Leiter des Ostschweizer Auswahlorchesters “Sinfonisches Blasorchester ’91”. Seit vielen Jahren ist er nun bereits Leiter der Musikschule in Stockach und dirigiert mehrere erst- und höchstklassige Blasorchester in der Schweiz und Deutschland. Regelmässig wird er auch als Projektdirigent von musikalischen Grossanlässen engagiert, wie z.B. dem "Requiem" von Frigyes Hidas, “The Queen Symphony” von Tolga Kashif, Karl Jenkins “Stabat Mater” oder dem "Concerto for Group and Orchestra" von Jon Lord. Konzertreisen führten ihn nach Frankreich, Dänemark, Kanada, Österreich, Italien und den USA. Die Liste der international tätigen Solisten, mit denen er bereits zusammen gearbeitet hat, ist beeindruckend. Neben all dem ist er ein gefragter Juror und betätigt sich als Dozent für Dirigieren, Orchesterleitung und Literaturkunde sowie als Komponist. Weitere Informationen über Helmut Hubov finden Sie hier.

Chorleitung

Paolo Vignoli wurde als Sohn italienischer Eltern in Zürich geboren. Nach dem Studium von Germanistik, italienischer Literatur und Musikwissenschaft studierte er Sologesang bei Stefan Kramp in Winterthur und besuchte das Opernstudio bei Erich Holliger. Anschliessend bildete er sich in Bern und London weiter. Paolo Vignoli betätigt sich gleichermassen in den Sparten Lied, Oratorium und Oper. Er gibt regelmässig Konzerte in ganz Europa, in Israel und Ägypten sowie im asiatischen Raum. Sein Repertoire umfasst Werke von der Renaissance bis zur Moderne und er wirkt immer wieder bei Uraufführungen und Ersteinspielungen mit. Radio- und CD-Aufnahmen mit Musik von Bach, Beethoven, Carl Maria von Weber, Willy Burkhard und zeitgenössischen Komponisten zeugen von seiner vielfältigen Betätigung. Daneben wurde ihm die musikalische Leitung verschiedener Grossproduktionen anvertraut. So zum Beispiel für das Weihnachtsspiel in Ennetbaden oder für "weisch wie heiss" - ein Melodrama Musicale mit Songs von Eros Ramazzotti auf Schweizerdeutsch.

Mitwirkende

Für die Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana hat Dirigent Helmut Hubov seine beiden permanenten Orchester, das Sinfonische Blasorchester Stockach und die Stadtharmonie Winterthur-Töss, zu einem Projektorchester zusammen gefasst. Beide Orchester stehen seit vielen Jahren unter seiner Leitung und nehmen regelmäßig mit großen Erfolgen an Wettspielen in der Höchstklasse bzw. 1. Stärkeklasse teil. Zusammen bilden die beiden Orchester ein vollbesetztes sinfonisches Blasorchester mit einer stattlichen Größe von mehr als 100 Musikern und Percussionisten. Dass die beiden Orchester gut miteinander harmonieren, haben sie bereits 2010 bei der sehr erfolgreichen Schweizer Erstaufführung von Tolga Kashifs The Queen Symphony sowie 2014 bei der Aufführung von Karl Jenkins Stabat Mater gezeigt.

Alpha-cappella ist der offizielle Chor der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur. Die rund 80 aktiven Sängerinnen und Sänger setzen sich zusammen aus Studierenden und Mitarbeitenden der ZHAW sowie zahlreichen weiteren aussenstehenden Gesangsfreudigen. Das breite Repertoire – von der Sakralmusik über die Oper, das Volkslied bis hin zum Popsong – verleiht dem Chor eine ganz besondere Dynamik. Ebenso abwechslungsreich wie das Repertoire sind die Anlässe, an denen alpha-cappella auftritt. 2017 war der Chor zu Gast am Classic Open Air des Musikkollegiums Winterthur mit berühmten Opernchören, 2016 feierte er sein 20jähriges Bestehen mit einem vielbeachteten Jubiläumskonzert und überraschenden Flashmobs auf öffentlichen Plätzen. 2015 wirkte er mit bei der „Klangwolke“ zur 175-Jahrfeier von Winterthur. Sein traditionelles Weihnachtskonzert ist ebenfalls eine feste Größe im Winterthurer Kulturwinter. Die erstmalige Zusammenarbeit mit der Stadtharmonie Winterthur-Töss und dem Sinfonischen Blasorchester Stockach erfolgte 2014 anlässlich des „Stabat Mater“ von Karl Jenkins. Mit der Aufführung von „Navidad Andina“ des bolivianischen Komponisten Juan Arnes hat alpha-cappella 2013 zwei weitere viel beachtete Konzerte gegeben. Weitere Informationen über alpha-cappella unter www.alphacappella.ch.

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